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Erfolg mit unabhängiger Anlagestrategie

Impressum: Dieser Artikel von Herbert Brändli, Geschäftsführer der B+B Vorsorge AG, ist erschienen am Samstag, 6Mar04 im Liechtensteiner Vaterland Nr. 52, Rubrik «Wirtschaft regional»

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Unser Artikel kann als PDF heruntergeladen werden. Die nichtkommerzielle Weiterverwendung ist gestattet, mit Quellenangaben.

Vorsorgeeinrichtungen, die in den turbulenten Börsenzeiten an ihrer Anlagestrategie festhielten, konnten von der markanten Erholung der Kapitalmärkte profitieren. Zu ihnen gehört auch die Sammelstiftung Profond.

Pensionskassen haben es nicht leicht. Ihr Wohl hängt vom Wohlergehen ihrer Versicherten und dem Gedeihen der Wirtschaft ab. Wegen Bocksprüngen der Börsen wurden sie, begleitet von medialen Aufschreien, in den vergangenen Jahren politisch gemassregelt und mit Vorschriften und Ratschlägen von Behörden, Experten, und Besserwissern eingedeckt.

In diesem Umfeld sollen die Stiftungsräte stets bedacht und klug entscheiden. Erwiesenermassen kann aber nur richtig entscheiden, wer über ein Mindestmass an Unabhängigkeit verfügt. Diese zu bewahren wird immer schwieriger in einer schnelllebigen Welt, die ständig komplexer und vielschichtiger wird. top ↑

Unabhängigkeit erhalten

Als Beispiel kann die Anlage der Vorsorgegelder dienen. Als Fantasiefirmen in die massgebenden Indices aufgenommen wurden, zogen alle Pensionskassen mit und kauften Anteile, um nicht vom Trend abzuweichen. Beständig steigende Preise weckten die Lust auf mehr. Nachdem die Wunschträume platzten und die Börse in den Keller ging, schrumpften die Vermögen und damit die Leistungsbereitschaft der Pensionskassen. Und als die Reserven schwanden, sollten die Aktien wieder verkauft werden.

Trotz vieler und auch unvermeidlicher Abhängigkeiten macht es einen Unterschied, wenn Stiftungsräte darauf achten, für wichtige Entscheide die Unabhängigkeit zu erhalten und gegebenenfalls zurückzuerobern. Behörden und zahlreiche Berater halten sich gerne an einfache Schemata, wie den sogenannten Risiko-Check-up. Sie empfehlen, die Anlagestrategie kurzfristig auf den Deckungsgrad, das Verhältnis von Aktiven und Passiven, abzustimmen. Der finanzielle Status beziehungsweise der Umfang der freien Mittel ist aber kein verlässlicher Gradmesser für die Risikofähigkeit. Er zeigt nur die Leistungsfähigkeit im Liquidationsfall. Er ist nicht Ursache, sondern das Resultat der jeweiligen Anlagetätigkeit und gibt bestenfalls den Rahmen für Dispositionen auf der Finanzierungs- und Verwendungsseite vor. top ↑

Konstanz zahlt sich aus

Glücklicherweise haben sich nach dem Börseneinbruch nicht alle Pensionskassen den unbedarften äusseren Zwängen und Druckversuchen gebeugt. Trotz den turbulenten Aktienmärkten hielten die meisten unabhängigen Vorsorgeeinrichtungen an der gewählten Anlagestrategie fest und ihre Aktienquote konstant. So konnten sie von der markanten Erholung der Kapitalmärkte seit dem Tiefstand im März 2003 profitieren. Vergleiche der Credit Suisse Asset Management (CSAM Schweizer Pensionskassen Index) und der ASIP/Watson Wyatt berichten für das vergangene Jahr über mittlere Renditen um 9,5 Prozent und gemäss CSAM fehlt nur noch wenig, bis gegenüber Dezember 1999 die nominelle Kapitalerhaltung wieder erreicht ist.

Auch die Profond vertraut ihrer robusten Risikofähigkeit und dem seit langem bewährten internen Umgang mit versicherungs- und anlagetechnischen Risiken. Die Devise heisst Optimierung der Vermögenserträge mit kalkuliertem Risiko, das auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestimmt ist. Die Anlageprozesse sind strukturiert und reglementiert. Sie werden mit einem professionellen Instrumentarium umgesetzt, überwacht und kontrolliert. Das Konzept verhindert Panikreaktionen. Das Auf und Ab des Deckungsgrads entspricht seit Einführung der gläsernen Bilanzen (keine stillen Reserven) der Natur der Sache und Schwankungen sind erwartet. top ↑

Zehn Prozent Performance

Im vergangenen Jahr hat die Profond eine Performance von 10,1 Prozent erreicht. Der Einbruch vom Vorjahr konnte weitgehend kompensiert werden. Seit der Gründung im Jahr 1990 betrug die durchschnittliche Rendite 6,2 Prozent. Die Altersguthaben der Versicherten wurden im Mittel mit 5,1 Prozent verzinst. Das Höchst betrug 1997 9,0 Prozent, das Tiefst im Jahr 2002 0,0 Prozent. Die laufenden Renten konnten im selben Zeitraum im Jahresdurchschnitt um 1,6 Prozent erhöht werden. Trotz gegenläufiger Marktentwicklungen konnte Profond gleichzeitig die einverlangten Beiträge an die Risiko- und Verwaltungskosten regelmässig senken. Zudem wurden für die finanzielle Stützung des reglementarischen Umwandlungssatzes und zur Finanzierung der Langlebigkeit genügend Reserven gebildet, damit zurzeit die Anpassung der Umwandlungssätze nicht zur Diskussion steht. top ↑

Attraktiver Vorsorgeträger

Mit dem nachstehend skizzierten Anlagekonzept brachte die Profond ihre Anlageprozesse frühzeitig unter Kontrolle und die Verwaltungskosten konnten unmittelbar und namhaft gesenkt werden (vgl. nebenstehende Darstellung). Die Profond präsentiert sich darum heute für KMUs als sicherer, transparenter und sowohl kosten- als auch ertragsmässig attraktiver Vorsorgeträger.

Im Leitbild des Anlagereglements bekennt sich der Stiftungsrat zu einer Anlagepolitik, die sich am Bedarf der Versicherten orientiert. In der Anlagestrategie (asset allocation) werden nachstehende Aspekte berücksichtigt:

  • Risikorahmen Anlagerichtlinien BVV2 und aufsichtsrechtliche Vorgaben
  • Risikofähigkeit Bestandesentwicklung (Restrukturierungen, Kündigungen, Neuanschlüsse) Rückdeckung und Liquiditätsbedarf (Mutationshäufigkeit und Gestaltung der Vorsorgepläne)
  • Risikobereitschaft Renditeziele (6,5 Prozent) und Risikovorgaben (Anlagerestriktionen)

Die angeschlossenen Unternehmen haben bezüglich Ertragsverwendung an der jährlichen Generalversammlung ein Mitspracherecht. Die Versicherten sind damit indirekt an der Strategieentwicklung und damit auch an der Vorgabe des Ertragspotentials beteiligt. Sie können sich jederzeit, beispielsweise via Profond Vorsorgeeinrichtung, über den aktuellen Stand der Anlagen informieren. Das Anlagereglement enthält Leitsätze zur Ertragsverwendung, über das Anlageuniversum sowie die Organisation und Kontrolle der Vermögensverwaltung. Es verlangt, dass Zielentwicklung, überwachung und Kontrolle unabhängig vom Portfolio-Management erfolgen müssen.

Ein historischer Vergleich der Credit Suisse First Boston (CSFB) verdeutlicht, dass die Entwicklung der Vorsorgevermögen nicht von ihrer jeweiligen Zuordnung auf die Begünstigten abhängt (vgl. chart 1). Die Untersuchung zeigt am Beispiel USA welche Grössen die Anlageergebnisse nachhaltig beeinflussen. Die Qualität der Unternehmen, neue Technologien, globale Nachfrageverschiebungen, politische Verwerfungen oder der Verlauf und die Abwendung von Kriegen bestimmen den Ertragsverlauf fundamental. Vor allem Kriegs- und Inflationsphasen und überbewertungen von Aktien verursachte negative Erträge. Index-Gläubigkeit, Spekulation, Gier und Wunschdenken führen hingegen nur zu vorübergehenden Extremsituationen. top ↑

 

Anlagestrategie

Ausserordentliche Periode

In den USA konnte über die vergangenen 153 Jahre mit einem Portfolio von 40 Prozent Obligationen und 60 Prozent Aktien ein durchschnittlicher Ertrag von 7,2 Prozent erzielt werden. Wird die Teuerung abgezogen, verbleibt ein realer Ertrag von 4,9 Prozent. Der optimale Mix der Wertschriften war in einzelnen Perioden unterschiedlich. Zwischen 1850 bis 1895 resultierte mit der Strategie 59 Prozent Obligationen und 41 Prozent Aktien beispielsweise eine Rendite von 7,1 Prozent, während mit demselben Mix zwischen 1896 bis 1945 nur 5,3 Prozent erzielt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg konnte von 1946 bis 2003 mit 12 Prozent Obligationen und 88 Prozent Aktien eine Performance von 10,4 Prozent erwirtschaftet werden. über die vergangenen 23 Jahre wurde mit 54 Prozent Obligationen und 46 Prozent Aktien ein Ergebnis von 13,0 Prozent erzielt.

Zwischen 1982 und 2000 waren die Anlageergebnisse ausserordentlich hoch. Seit 1849 wurde keine vergleichbare Periode mit annähernd so guten Ergebnissen beobachtet. Umso stärker kontrastierte der anschliessende Einbruch der Börse mit den vorangehenden Jahren. Wer aber heute von Strukturbruch spricht, sollte immer auch die Vergleichsperiode erwähnen. Wurde die Strategie auf langfristige Erfahrungswerte abgestellt, besteht wenig Anlass, die Ertragserwartungen zu revidieren. Wurde hingegen auf die überhöhten Ergebnisse der vorangegangenen Zehn-Jahres Periode abgestellt, müssen die Erwartungen nach unten korrigiert werden. top ↑

Profond Organisation

Bild: Anlageprozesse – Bildquelle: Profond top ↑


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